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MANEO aktuell – Fallmeldungen „Gewalt gegen Schwule darf nicht länger bagatellisiert werden“, so MANEO-Projektleiter Bastian Finke angesichts der Vielzahl der Meldungen, die MANEO jedes Jahr aufs Neue erreichen. Die Botschaft muss lauten, Homophobie und Hassgewalt nicht als schicksalshaft hinzunehmen, sondern Vorfälle zu melden und bekannt zu machen. Nur so haben wir eine Chance, dass sich stetig etwas in unserer Gesellschaft ändert, dass Verantwortliche in Verwaltung und Politik sich klarer und eindeutiger auch gegen Hassgewalt gegen Homosexuelle erklären, dass Lehrer in der Schwule konsequent einschreiten, wenn es wieder einmal über den Pausenhof oder im Klassenzimmer "schwule Sau" erschallt. Bei den hier aufgeführten Fällen handelt es sich um Beispiele, nicht um einen listenmäßigen Nachweis aller eingegangenen Fälle, die MANEO jedes Jahr gemeldet wurden. Viele Fälle von Beleidigungen, denen Schwule beispielsweise auf der Straße ausgesetzt waren, weil sie als Schwule sichtbar geworden sind oder sich zu erkennen gegeben haben, sind hier nicht aufgeführt. Außerdem respektieren wir den Wunsch von vielen Betroffenen, die uns gebeten haben, nicht über ihren Fall zu berichten. Diese erst 2007 begonnene Homepage soll weiter ausgebaut werden. Wir möchten möglichst viele Fallbeispiele veröffentlichen. Anhand der beiden von uns durchgeführten MANEO-Umfragen 2006/2007 und 2007/2008 wissen wir, dass das Dunkelfeld nicht-angezeigter, bzw. nicht-bekannt gewordener vorurteilsmotivierter Gewalttaten gegen Schwule um ein Vielfaches höher liegt (siehe Umfrageauswertung unter: www.maneo-toleranzkampagne.de ). Deshalb wissen wir, dass uns weiterhin noch viel Arbeit bevor steht. Als Operhilfe richtet sich unser Beratungs- und Unterstützungsangebot an alle schwule und bisexuelle Jugendliche und Erwachsene, unabhängig davon, ob sie von Diebstahl, Betrug oder Raub, von Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung oder von häuslicher Gewalt, Stalking oder sexuellen Übergriffen betroffen waren, unabhängig auch davon, ob sie in Berlin oder im Einzugsbereich von Berlin leben, in Berlin oder während einer Urlaubsreise Opfer einer Gewalttat wurden, oder sich als Touristen in der Stadt aufgehalten haben. Neben homophoben Gewalttaten richtet sich unsere Aufmerksamkeit auch auf andere Schwerpunkte von Gewalt. Unter „Themen“ finden sich Ergebnisse einiger bereits aufgearbeiteter Themenfelder, z.B. zu „KO-Tropfen und zu „Bilde Date“. Als Meldestelle werten wir von allen uns gemeldeten Gewalttaten nur die homophoben Gewalttaten aus, die sich in Berlin ereignet haben. 1992 haben wir erstmals Kriterien veröffentlicht, die in den folgenden Jahren weiter entwickelt wurden. Diese Kriterien helfen uns, Fälle als homophobe, vorurteilsmotivierte Gewalttaten gegen Homosexuelle zu identifizieren (siehe Jahresberichte unter www.maneo.de, hier: „Archiv“). Unsere Kriterien können nachgelesen werden unter: MANEO-Kriterien Wir haben einen online-Fragebogen entwickelt, der helfen soll, Gewalttaten, insbesondere homophobe Gewalttaten, besser zu erfassen. Er kann hier von der Homepage aufgerufen und ausgefüllt werden. Bitte helft mit, Fälle bekannt zu machen. Wir würden uns außerdem freuen, wenn uns Melder für Rückfragen zur Verfügung stehen und uns eine eMail oder Telefonnummer hinterlassen. |